Die Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT, auch AST oder ASAT) ist ein Enzym in Leber-, Herz- und Skelettmuskelzellen. Erhöhte Werte zeigen, dass solche Zellen geschädigt wurden.
Referenzbereich auf der Skala (U/l)
Referenzbereich
erhöht
deutlich erhöht
kritisch hoch
Gruppe
Referenzbereich
Frauen
unter 35 U/l
Männer
unter 50 U/l
Was die Bereiche bedeuten
im ReferenzbereichFrauen: bis 35 U/l · Männer: bis 50 U/l
Ein GOT-Wert im Referenzbereich ist unauffällig. Er schließt eine Leber- oder Muskelerkrankung jedoch nicht sicher aus.
über dem ReferenzbereichFrauen: 35–175 U/l · Männer: 50–250 U/l
Ein erhöhter GOT-Wert kann auf eine Belastung oder Schädigung von Leber- oder Muskelzellen hinweisen. Wie bedeutsam er ist, hängt unter anderem von Höhe, Verlauf, Beschwerden und weiteren Laborwerten ab.
deutlich über dem ReferenzbereichFrauen: 175–1.000 U/l · Männer: 250–1.000 U/l
Ein deutlich erhöhter GOT-Wert sollte zeitnah ärztlich eingeordnet werden, weil eine stärkere Schädigung von Leber- oder Muskelzellen dahinterstehen kann. Der Wert allein zeigt weder die Ursache noch den Schweregrad sicher an.
kritisch hochFrauen: ab 1.000 U/l · Männer: ab 1.000 U/l
Ein GOT-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.
Wählen Sie einen Wert, um die ausführliche Einordnung zu sehen (in U/l):
Was ist der GOT-Wert?
Das Enzym Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT), auch als Aspartat-Aminotransferase (AST, ASAT) bezeichnet, kommt in höherer Konzentration in Geweben von Leber, Herzmuskulatur und Skelettmuskulatur vor.
Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT) ist ein Enzym, mit dem Aminogruppen übertragen werden. Das Enzym kommt in vielen Körperzellen vor und ist am Aminosäure- und Energiestoffwechsel beteiligt. Es kommt in besonders hohen Konzentrationen in Zellen mit hohem Energiestoffwechsel vor. Das ist beispielsweise in Gewebezellen von Leber, Gehirn, Herz- und Skelettmuskulatur der Fall. Üblicherweise liegt der im Blut gemessene GOT-Wert im oben angegebenen Referenzbereich. Während eine Unterschreitung des Normwertes keine Bedeutung hat, weist ein Anstieg über den Normwert hinaus meist auf einen vermehrten Untergang von Zellen hin, etwa in Leber oder Muskulatur. Auch starke körperliche Belastung, eine Hämolyse der Blutprobe oder bestimmte Medikamente können den GOT-Wert erhöhen.
Häufige Fragen
Was ist GOT und was zeigt der Wert an?
GOT, auch AST genannt, ist ein Enzym, das unter anderem in Leber- und Muskelzellen vorkommt. Bei einer Schädigung solcher Zellen kann mehr davon ins Blut gelangen. Der Wert zeigt jedoch nicht allein, woher eine Veränderung stammt.
Muss ich für eine GOT-Blutuntersuchung nüchtern sein?
Für die GOT-Bestimmung allein ist Nüchternheit meist nicht erforderlich. Wenn gleichzeitig andere Untersuchungen geplant sind, kann das Labor oder die behandelnde Praxis besondere Vorgaben machen.
Kann Sport den GOT-Wert beeinflussen?
Ja. Intensive körperliche Belastung oder eine Muskelverletzung kann GOT vorübergehend erhöhen, weil das Enzym auch in Skelettmuskeln vorkommt. Teilen Sie solche Umstände bei der Besprechung des Befunds mit.
Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: 25.10.2026.
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