Kreatinin ist ein Abbauprodukt des Muskelstoffwechsels, das über die Nieren ausgeschieden wird. Der Wert ist einer der wichtigsten Laborwerte, um die Nierenfunktion zu beurteilen.
Referenzbereich auf der Skala (mg/dl)
niedrig
Referenzbereich
erhöht
deutlich erhöht
kritisch hoch
Gruppe
Referenzbereich
Frauen
0,5–1 mg/dl
Männer
0,6–1,2 mg/dl
Was die Bereiche bedeuten
unter dem ReferenzbereichFrauen: unter 0,5 mg/dl · Männer: unter 0,6 mg/dl
Ein niedriger Kreatininwert hängt häufig mit einer geringen Muskelmasse zusammen und ist meist allein kein Hinweis auf eine Erkrankung.
über dem ReferenzbereichFrauen: 1–2 mg/dl · Männer: 1,2–2 mg/dl
Ein erhöhter Kreatininwert kann auf eine verminderte Nierenfunktion hindeuten, lässt sich aber nicht ohne Verlauf und weitere Befunde sicher einordnen.
kritisch hochFrauen: ab 4 mg/dl · Männer: ab 4 mg/dl
Ein Kreatinin-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.
Wählen Sie einen Wert, um die ausführliche Einordnung zu sehen (in mg/dl):
Was ist der Kreatinin-Wert?
Bei Kreatinin (KREA) handelt es sich um ein Abbauprodukt aus der Muskulatur. Im Blut dient der Wert vorwiegend zur Kontrolle der Nierenfunktion. Er kann zudem auch im Urin gemessen werden. Im Blut beträgt der normale Kreatininwert bei Männern etwa 0,6 bis 1,2 und bei Frauen etwa 0,5 bis 1,0 Milligramm pro Deziliter Blut (je nach Labor und Messmethode etwas abweichend). Die Werte von Kindern sind altersabhängig anders. Innerhalb des Wertintervalls sind Alter, Ernährung und individuelle Muskelmasse entscheidend.
Was ist Kreatinin?
Kreatinin entsteht als Abbauprodukt von Kreatin, einem wichtigen Energiespeicher der Muskulatur. Etwa 0,5 bis 2 Prozent des menschlichen Gesamtkreatins werden täglich ausgeschieden und aus Leber, Niere oder Pankreas ersetzt. Kreatinin entsteht daraus durch Abspaltung von Wasser und wird mit dem Urin über die Niere ausgeschieden.
Häufige Fragen
Was sagt Kreatinin über die Nierenfunktion aus?
Kreatinin entsteht beim Muskelstoffwechsel und wird überwiegend über die Nieren ausgeschieden. Wenn die Nieren weniger ausscheiden, kann der Blutwert steigen. Zur Einschätzung wird meist zusätzlich die eGFR herangezogen, da Kreatinin allein die Nierenfunktion nicht vollständig abbildet.
Muss ich für eine Kreatininmessung nüchtern sein?
Für die Messung ist Nüchternheit meist nicht erforderlich, sofern Ihnen die Praxis oder das Labor nichts anderes mitgeteilt hat. Eine größere Fleischmahlzeit oder starke körperliche Belastung kurz vor der Blutentnahme kann den Wert beeinflussen. Halten Sie sich an die konkreten Hinweise zu Ihrer Untersuchung.
Kann ein Kreatininwert trotz Nierenproblemen unauffällig sein?
Ja. Bei geringer Muskelmasse kann weniger Kreatinin entstehen, sodass eine Einschränkung der Nierenfunktion im Blutwert weniger deutlich auffällt. Deshalb werden auch eGFR, Verlauf und bei Bedarf Urinbefunde berücksichtigt.
Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: 25.10.2026.
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