Blutfette · Abkürzung TG

Triglyceride-Wert: Normalwerte und Bedeutung

Triglyceride sind Neutralfette und die häufigste Fettart im Blut. Sie steigen nach dem Essen an, deshalb wird der Wert in der Regel nüchtern bestimmt; dauerhaft hohe Werte erhöhen das Herz-Kreislauf-Risiko.

Zielwerte auf der Skala (mg/dl)

01.00015020050001.000150500
  • Einheit prüfen
  • wünschenswert
  • grenzwertig
  • erhöht
  • stark erhöht
GruppeZielwertin mmol/l
Erwachseneunter 150 mg/dlunter 1,69 mmol/l

Was die Bereiche bedeuten

ungewöhnlich niedrig – Einheit prüfenunter 20 mg/dl

Ein ungewöhnlich niedriger Zahlenwert kann auf eine andere Einheit oder einen Eingabefehler zurückgehen. Ist der Wert tatsächlich in mg/dl angegeben, sind niedrige Triglyceride allein meist kein gesundheitliches Problem.

wünschenswertunter 150 mg/dl

Ein nüchtern gemessener Wert in diesem Bereich gilt bei Erwachsenen als wünschenswert. Er sagt allein jedoch nichts über das gesamte Herz-Kreislauf-Risiko aus.

grenzwertig erhöht150–200 mg/dl

Nüchtern gemessen ist ein Wert in diesem Bereich grenzwertig erhöht. Ohne vorheriges Fasten kann ein Teil dieses Bereichs noch unauffällig sein; die Messumstände sind daher wichtig.

erhöht200–500 mg/dl

Nüchtern gemessen ist ein Wert in diesem Bereich erhöht und sollte ärztlich eingeordnet werden. Der Wert allein stellt keine Diagnose dar.

stark erhöhtab 500 mg/dl

Stark erhöhte Triglyceride sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Bei besonders hohen Werten steigt das Risiko einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, auch wenn zunächst keine Beschwerden bestehen.

Häufig nachgeschlagene Werte

Wählen Sie einen Wert, um die ausführliche Einordnung zu sehen (in mg/dl):

Was ist der Triglyceride-Wert?

Bei Triglyceriden handelt es sich um so genannte Neutralfette, welche neben dem Cholesterin zu den Blutfetten (Lipiden) gezählt werden. Sie bestehen aus einem Glycerin-Molekül, welches eine Verknüpfung mit drei Fettsäuren aufweist. Spezielle Enzyme (so genannte Lipasen) spalten Triglyceride in Glycerin und Fettsäuren auf, wenn sie abgebaut werden. Dem Körper dienen sie als Energiereserve, die bis zum Gebrauch im Fettgewebe gespeichert werden.

Triglyceride werden mit der Nahrung über den Darm aufgenommen. Sie finden sich beispielsweise in Milchprodukten oder auch Wurst. Neben der Aufnahme über die Ernährung und der Einspeicherung im Fettgewebe kann der Körper auch selbst Triglyceride in Leber und Fettgewebe herstellen. Als Energiespeicher sind Triglyceride unverzichtbar für den menschlichen Organismus.

Häufige Fragen

Muss die Blutprobe für Triglyceride nüchtern abgenommen werden?

Nicht immer: Auch eine nicht nüchtern abgenommene Blutprobe kann für die Beurteilung der Blutfette geeignet sein. Die auf dieser Seite genannten Bereiche gelten jedoch für Nüchternwerte; nach einer Mahlzeit wird das Ergebnis anders eingeordnet. Ob eine nüchterne Kontrollmessung sinnvoll ist, hängt vom Ergebnis und vom Anlass der Untersuchung ab.

Was kann Triglyceride im Blut erhöhen?

Häufige Einflüsse sind eine kürzliche Mahlzeit, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel und eine zuckerreiche Ernährung. Auch Diabetes, eine Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen oder bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen; seltener liegt eine erbliche Fettstoffwechselstörung vor.

Sind erhöhte Triglyceride an Beschwerden zu erkennen?

Erhöhte Werte verursachen häufig keine spürbaren Beschwerden. Bei besonders hohen Werten kann eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auftreten, die sich unter anderem durch starke, anhaltende Oberbauchschmerzen und Erbrechen bemerkbar machen kann. Bei solchen schweren Beschwerden ist sofortige medizinische Hilfe nötig.

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: 25.10.2026.