Mineralstoffe und Elektrolyte · Abkürzung Na

Natrium-Wert: Normalwerte und Bedeutung

Natrium ist der wichtigste Elektrolyt außerhalb der Zellen. Es regelt zusammen mit dem Wasserhaushalt den Flüssigkeitsgehalt des Körpers und ist für Nerven und Muskeln wichtig.

Referenzbereich auf der Skala (mmol/l)

115165135145120160130150115165135145130150
  • kritisch niedrig
  • deutlich niedrig
  • niedrig
  • Referenzbereich
  • erhöht
  • deutlich erhöht
  • kritisch hoch
GruppeReferenzbereich
Erwachsene135–145 mmol/l

Was die Bereiche bedeuten

kritisch niedrigunter 120 mmol/l

Ein Natrium-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.

deutlich unter dem Referenzbereich120–130 mmol/l

Ein deutlich niedriger Natriumwert kann auf eine ernsthafte Störung des Wasserhaushalts hinweisen. Er sollte zeitnah – innerhalb von 1–2 Tagen – ärztlich beurteilt werden, auch wenn zunächst kaum Beschwerden bestehen.

unter dem Referenzbereich130–135 mmol/l

Ein leicht erniedrigter Natriumwert kann eine Verschiebung des Wasserhaushalts anzeigen. Er macht oft keine Beschwerden, sollte aber im Zusammenhang beurteilt werden.

im Referenzbereich135–145 mmol/l

Ein Natriumwert im Referenzbereich spricht dafür, dass die Natriumkonzentration im Blut derzeit im üblichen Bereich liegt. Er schließt andere Erkrankungen oder Veränderungen des Wasserhaushalts nicht sicher aus.

über dem Referenzbereich145–150 mmol/l

Ein leicht erhöhter Natriumwert deutet häufig auf zu wenig Wasser im Verhältnis zum Natrium hin. Ein bestätigter Befund sollte zeitnah ärztlich eingeordnet werden.

deutlich über dem Referenzbereich150–160 mmol/l

Ein deutlich erhöhter Natriumwert kann eine ernsthafte Störung des Wasserhaushalts anzeigen und sollte zeitnah – innerhalb von 1–2 Tagen – ärztlich beurteilt werden, auch ohne deutliche Beschwerden.

kritisch hochab 160 mmol/l

Ein Natrium-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.

Häufig nachgeschlagene Werte

Wählen Sie einen Wert, um die ausführliche Einordnung zu sehen (in mmol/l):

Was ist der Natrium-Wert?

Im Rahmen einer Blutuntersuchung wird häufig auch der Natriumwert bestimmt; zum Blutbild gehört er allerdings nicht. Dessen Bedeutung ist vielen Patienten zunächst nicht bekannt, obwohl die richtige Natriumbalance im Körper von großer Wichtigkeit ist. Aus diesem Grund ist der Normbereich für die Natriumkonzentration auch recht eng bemessen: Sowohl bei Männern als auch bei Frauen sollte sie sich zwischen 135 und 145 Millimol pro Liter Blut bewegen. Bei Neugeborenen und Säuglingen gelten leicht abweichende Werte. Da der Wert stark vom Wasserhaushalt abhängt, kann er auch Hinweise auf einen Wassermangel oder einen Wasserüberschuss im Körper geben.

Häufige Fragen

Muss ich für die Natriumbestimmung nüchtern sein?

Für die Natriumbestimmung ist Nüchternheit meist nicht erforderlich. Folgen Sie dennoch den Hinweisen Ihrer Arztpraxis oder des Labors, falls gleichzeitig weitere Untersuchungen geplant sind.

Kann ich einen auffälligen Natriumwert selbst durch mehr Salz oder Wasser ausgleichen?

Eine gezielte Selbstkorrektur mit viel Salz oder sehr großen Wassermengen kann gefährlich sein. Natriumabweichungen hängen oft mit dem Wasserhaushalt zusammen; Ursache und sichere Vorgehensweise müssen ärztlich beurteilt werden.

Warum wird ein Natriumwert erneut kontrolliert?

Eine Wiederholung kann zeigen, ob die Abweichung anhält oder sich verändert hat, und einen unerwarteten Messbefund überprüfen. Ärztinnen und Ärzte beurteilen den Wert außerdem zusammen mit Beschwerden, Medikamenten und weiteren Laborwerten. Bei einem deutlich auffälligen Wert darf eine Kontrollmessung die dringende Abklärung nicht verzögern.

Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: 25.10.2026.