Magnesium ist ein Mineralstoff, der an Hunderten Stoffwechselvorgängen beteiligt ist — unter anderem an der Arbeit von Muskeln, Nerven und Herz.
Referenzbereich auf der Skala (mmol/l)
kritisch niedrig
deutlich niedrig
niedrig
Referenzbereich
erhöht
deutlich erhöht
kritisch hoch
Gruppe
Referenzbereich
Erwachsene
0,7–1,05 mmol/l
Was die Bereiche bedeuten
kritisch niedrigunter 0,4 mmol/l
Ein Magnesium-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.
Ein deutlich niedriger Magnesiumwert kann auf einen ausgeprägten Mangel hinweisen. Er sollte zeitnah – innerhalb von 1–2 Tagen – ärztlich eingeordnet werden, da ein ausgeprägter Mangel Muskeln und Herz beeinträchtigen kann.
Ein niedriger Magnesiumwert liegt unter dem hier angegebenen Referenzbereich und kann auf eine geringe Zufuhr oder erhöhte Verluste hindeuten. Seine Bedeutung hängt von Beschwerden und weiteren Befunden ab.
Der Magnesiumwert liegt im hier angegebenen Referenzbereich. Das ist meist beruhigend, schließt einen Mangel in den Körperspeichern aber nicht in jedem Fall sicher aus.
Ein erhöhter Magnesiumwert liegt über dem hier angegebenen Referenzbereich. Er sollte im Zusammenhang mit Nierenfunktion, Medikamenten und möglichen Magnesiumquellen beurteilt werden.
Ein deutlich erhöhter Magnesiumwert sollte zeitnah – innerhalb von 1–2 Tagen – ärztlich beurteilt werden. Bei stärkerer Erhöhung können Muskel-, Nerven- und Herzfunktion beeinträchtigt sein.
Ein Magnesium-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.
Wählen Sie einen Wert, um die ausführliche Einordnung zu sehen (in mmol/l):
Was ist der Magnesium-Wert?
Der Körper benötigt Magnesium (Mg) in Form von positiv geladenen Magnesiumionen (Mg2+) für Knochen, Muskeln und Nerven. Der größte Teil des Magnesiums ist daher auch in Knochen, Muskeln und Körperzellen gebunden. Nur etwa 1% der Gesamtmenge befindet sich im Blut.
Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralstoffe (Mengenelemente). Es sorgt unter anderem für das reibungslose Funktionieren des Herzmuskels. Der tägliche Bedarf beträgt nach den Schätzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Frauen ca. 300 mg und für Männer ca. 350 mg. Mit einer ausgeglichenen Ernährung, die auch Vollreis, Haferflocken, Hülsenfrüchte und Nüsse beinhaltet, wird dieser Bedarf ausreichend gedeckt.
Häufige Fragen
Kann ein normaler Magnesiumwert einen Mangel sicher ausschließen?
Nicht immer. Nur ein kleiner Teil des Körpermagnesiums befindet sich im Blut, sodass der Blutwert die Speicher nur eingeschränkt abbildet. Bei Beschwerden oder besonderen Risiken berücksichtigt die Ärztin oder der Arzt daher auch weitere Befunde und den Verlauf.
Welche Beschwerden können bei einem veränderten Magnesiumwert auftreten?
Bei leichten Abweichungen fehlen oft eindeutige Beschwerden. Bei stärkerem Mangel können unter anderem Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen auftreten; bei ausgeprägter Erhöhung sind beispielsweise Muskelschwäche, Kreislaufprobleme oder Benommenheit möglich.
Was kann den Magnesiumwert beeinflussen?
Eine Rolle spielen unter anderem Nierenfunktion, anhaltender Durchfall, Ernährung und bestimmte Medikamente. Auch die Qualität der Blutprobe kann die Messung beeinflussen; deshalb werden unerwartete Ergebnisse gegebenenfalls kontrolliert.
Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund. Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Stand: 25.10.2026.
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