Was ist der MCV-Wert?
Das Mittlere Erythrozyteneinzelvolumen (MCV-Wert) gibt die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an. Der Wert liegt bei Erwachsenen üblicherweise zwischen 80 und 96 Femtolitern (je nach Labor leicht abweichend). Er wird genutzt, wenn der Verdacht einer Anämie vorliegt und deren Ursache näher abgeklärt werden soll. Allein ist er gewöhnlich nicht aussagekräftig, daher wird er gemeinsam mit weiteren Werten erhoben.
Was ist der MCV-Wert?
Anämien bezeichnen eine Verminderung des Hämoglobins, also des roten Blutfarbstoffs, im Blut. Er ist für den Transport von Sauerstoff im Blut zuständig. Ist zu wenig Hämoglobin vorhanden, kommt es zunächst zu Müdigkeit und verminderter Belastbarkeit, bei ausgeprägter Blutarmut auch zu Atemnot und Herzrasen. Um der Ursache einer Anämie auf den Grund zu gehen, kann der MCV-Wert hilfreich sein, da er zeigt, ob die roten Blutkörperchen im Durchschnitt zu klein (mikrozytär), normal groß (normozytär) oder zu groß (makrozytär) sind. Verwandt sind der MCH-Wert, der den mittleren Hämoglobingehalt der einzelnen roten Blutzellen angibt, sowie der MCHC, der denselben Wert als durchschnittliche Konzentration innerhalb aller Erythrozyten bemisst. Eine Anämie kann trotz eines normalen MCV-Werts vorliegen, diese nennt sich normozytäre Anämie, sie entsteht zum Beispiel bei chronischen Nierenerkrankungen, chronischen Entzündungen oder nach einem akuten Blutverlust.