Blutbild · Hämatokrit
Hämatokrit 33,7 %: Was bedeutet der Wert?
≈ 0,34 Anteil (l/l)
Ein niedriger Hämatokrit weist auf einen verminderten Anteil der Blutzellen am Blutvolumen hin. Für die Einordnung sind Hämoglobin und weitere Blutbildwerte wichtig.
Empfehlung: den Wert in den nächsten Tagen bis Wochen ärztlich besprechen.
Ihr Wert auf der Skala
- kritisch niedrig
- deutlich niedrig
- niedrig (Ihr Wert)
- Referenzbereich
- erhöht
- deutlich erhöht
- kritisch hoch
Auf einen Blick
- Ihr Bereich
- Frauenniedrig 33–36 %Männerniedrig 33–40 %
- Referenzbereich
- Frauen36–48 %Männer40–53 %
- Abstand zum üblichen Bereich
- Frauen−2,3 % unter der Untergrenze (6 %)Männer−6,3 % unter der Untergrenze (16 %)
- In Anteil (l/l)
- ≈ 0,34 Anteil (l/l)
Was 33,7 % bedeuten
Eine Unterschreitung kann durch eine Blutarmut (Anämie) oder eine Verdünnung des Blutes entstehen. Wie bedeutsam sie ist, hängt vom Ausmaß und der Dauer der Abweichung, möglichen Beschwerden sowie den übrigen Blutwerten ab. Ein einzelner Wert stellt keine Diagnose.
Üblicher Referenzbereich Frauen: 36–48 % · Üblicher Referenzbereich Männer: 40–53 %. Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund.
Häufige Ursachen
- Eisenmangel oder Blutverlust – häufige Gründe für eine verminderte Bildung oder Menge roter Blutkörperchen.
- Chronische Entzündung oder andere länger bestehende Erkrankung – kann die Blutbildung beeinflussen.
- Nierenfunktionsstörung – die Bildung des für die Blutbildung wichtigen Hormons Erythropoetin kann vermindert sein.
- Infusionen, Schwangerschaft oder ausgeprägte Flüssigkeitseinlagerung – können den Hämatokrit durch Verdünnung senken.
- Vitamin-B12- oder Folsäuremangel – kann die Bildung roter Blutkörperchen stören.
Mögliche Beschwerden
- Leichte Abweichungen machen häufig keine Beschwerden.
- Müdigkeit oder verminderte Belastbarkeit
- Blässe, Schwindel oder Kopfschmerzen
- Kurzatmigkeit oder Herzklopfen bei Belastung
Sinnvolle nächste Schritte
- Besprechen Sie den Befund in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen ärztlich, bei Beschwerden früher.
- Beurteilen Sie den Hämatokrit nicht allein: Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), rote Blutkörperchen und weitere Blutbildwerte sind wichtig.
- Eine Kontrollmessung oder Abklärung möglicher Ursachen richtet sich nach dem Gesamtbefund und dem Verlauf.
- Bei starker Atemnot, Brustschmerz, Ohnmacht oder starker Blutung holen Sie sofort medizinische Hilfe.
Wann ärztlicher Rat? Besprechen Sie den niedrigen Wert in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen ärztlich; bei zunehmender Schwäche oder Atemnot früher. Bei Brustschmerz, starker Atemnot, Ohnmacht oder starker Blutung rufen Sie 112.
Werte kommen selten allein
Ein einzelner Laborwert wird fast nie für sich beurteilt. Diese Werte werden bei einer Abweichung oft mit betrachtet — wenn sie auf Ihrem Befund stehen, können Sie sie hier direkt einordnen:
Hämoglobin
Hämoglobin wird zusammen mit dem Hämatokrit beurteilt und hilft, eine Blutarmut oder eine erhöhte Konzentration roter Blutkörperchen einzuordnen.
Erythrozyten
Die Zahl der roten Blutkörperchen hilft zu unterscheiden, ob ein veränderter Hämatokrit mit einer veränderten Zellzahl zusammenhängt.
MCV
Das MCV beschreibt die mittlere Größe der roten Blutkörperchen und hilft bei der Einordnung eines niedrigen Hämatokrits.
Häufige Fragen
Was bedeutet ein Hämatokrit-Wert von 33,7 %?
Ein niedriger Hämatokrit kann zu einer Blutarmut passen, kommt aber auch bei einem erhöhten Flüssigkeitsanteil im Blut vor. Für die Einordnung sind der Verlauf, mögliche Beschwerden und andere Blutbildwerte entscheidend. Üblicher Referenzbereich: Frauen 36–48 %, Männer 40–53 %.
Wie weit liegt 33,7 % vom üblichen Bereich entfernt?
Für Frauen: −2,3 % unter der Untergrenze (6 %). Für Männer: −6,3 % unter der Untergrenze (16 %). Wie bedeutsam eine Abweichung ist, hängt weniger von der Zahl allein ab als von Beschwerden, weiteren Laborwerten und dem Verlauf.
Wann sollte ich mit 33,7 % ärztlichen Rat suchen?
Besprechen Sie den niedrigen Wert in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen ärztlich; bei zunehmender Schwäche oder Atemnot früher. Bei Brustschmerz, starker Atemnot, Ohnmacht oder starker Blutung rufen Sie 112.
Wie viel sind 33,7 % in Anteil (l/l)?
33,7 % entsprechen etwa 0,34 Anteil (l/l). Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Wert und Referenzbereich auf Ihrem Befund dieselbe Einheit haben.
Muss ich für die Hämatokrit-Bestimmung nüchtern sein?
In der Regel ist Nüchternheit nicht erforderlich. Flüssigkeitsverluste oder Infusionen können den Wert beeinflussen. Folgen Sie besonderen Anweisungen Ihrer Arztpraxis oder des Labors.
Warum unterscheiden sich die Hämatokrit-Referenzbereiche?
Referenzbereiche hängen unter anderem von Laborverfahren, Geschlecht und Alter ab. Deshalb ist der Bereich auf Ihrem eigenen Laborbefund maßgeblich. Eine Abweichung sollte zusammen mit den übrigen Blutwerten beurteilt werden.
Welche Blutwerte werden zusammen mit dem Hämatokrit betrachtet?
Häufig werden Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) und die Zahl der roten Blutkörperchen mit beurteilt. Auch deren mittlere Größe und weitere Werte des Blutbilds können bei der Einordnung helfen. Welche Untersuchungen nötig sind, hängt vom Befund und Ihren Beschwerden ab.
Anderen Wert prüfen
Verwandte Werte
Quellen
Diese Einordnung ist eine schematische Zuordnung nach üblichen Referenzbereichen für Erwachsene und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund. Ein einzelner Wert ist für sich genommen keine Diagnose. Stand: 25.10.2026.