Blutbild · Hämatokrit

Hämatokrit 67,3 %: Was bedeutet der Wert?

≈ 0,67 Anteil (l/l)

Frauen: kritisch hochMänner: kritisch hoch

Ein Hämatokrit-Wert in diesem Bereich gilt als kritischer Laborwert: Er kann akut gefährlich sein und muss noch heute ärztlich abgeklärt werden – auch ohne Beschwerden.

Ihr Wert auf der Skala

1570364820603355Frauen67,31570405320603355Männer67,3157036486055Frauen67,3157040536033Männer67,3
  • kritisch niedrig
  • deutlich niedrig
  • niedrig
  • Referenzbereich
  • erhöht
  • deutlich erhöht
  • kritisch hoch (Ihr Wert)

Auf einen Blick

Ihr Bereich
Frauenkritisch hoch ab 60 %Männerkritisch hoch ab 60 %
Referenzbereich
Frauen36–48 %Männer40–53 %
Abstand zum üblichen Bereich
Frauen+19,3 % über der Obergrenze (40 %)Männer+14,3 % über der Obergrenze (27 %)
In Anteil (l/l)
≈ 0,67 Anteil (l/l)

Was 67,3 % bedeuten

Bei einem so hohen Anteil roter Blutkörperchen ist das Blut stark eingedickt; das Risiko für Blutgerinnsel steigt. Häufig steckt ein ausgeprägter Flüssigkeitsmangel dahinter, seltener eine Erkrankung des Knochenmarks. Labore melden Werte in diesem Bereich deshalb in der Regel sofort an die behandelnde Praxis.

Üblicher Referenzbereich Frauen: 36–48 % · Üblicher Referenzbereich Männer: 40–53 %. Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund.

Häufige Ursachen

  • Deutlicher Flüssigkeitsmangel – zum Beispiel nach starkem Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen.
  • Anhaltender Sauerstoffmangel – etwa bei bestimmten Lungenerkrankungen oder Atemaussetzern im Schlaf.
  • Rauchen oder Aufenthalt in großer Höhe – kann die Bildung roter Blutkörperchen anregen.
  • Bestimmte Medikamente oder Hormone – können die Blutbildung beeinflussen; verordnete Mittel nicht eigenständig absetzen oder verändern.
  • Erkrankung des Knochenmarks – seltener werden dauerhaft zu viele rote Blutkörperchen gebildet.

Mögliche Beschwerden

  • Auch Werte in diesem Bereich können zunächst ohne Beschwerden bestehen – das ist keine Entwarnung.
  • Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen
  • Gerötete Haut oder Juckreiz
  • Bei Komplikationen plötzlich auftretende Brustschmerzen, Atemnot oder neurologische Beschwerden

Sinnvolle nächste Schritte

  1. Lassen Sie den Wert noch heute ärztlich abklären – in Ihrer Praxis oder, wenn diese nicht erreichbar ist, über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117. Warten Sie nicht auf einen regulären Termin.
  2. Bei Brustschmerz, plötzlicher Atemnot, Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen wählen Sie sofort den Notruf 112.
  3. Ändern, beginnen oder beenden Sie Medikamente nicht eigenständig; nehmen Sie Ihren Befund und Ihre Medikamentenliste mit.

Wann ärztlicher Rat? Noch heute, auch ohne Beschwerden: in Ihrer Praxis oder über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117. Bei Brustschmerz, plötzlicher Atemnot, Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen wählen Sie den Notruf 112.

Werte kommen selten allein

Ein einzelner Laborwert wird fast nie für sich beurteilt. Diese Werte werden bei einer Abweichung oft mit betrachtet — wenn sie auf Ihrem Befund stehen, können Sie sie hier direkt einordnen:

Hämoglobin

Hämoglobin wird zusammen mit dem Hämatokrit beurteilt und hilft, eine Blutarmut oder eine erhöhte Konzentration roter Blutkörperchen einzuordnen.

Erythrozyten

Die Zahl der roten Blutkörperchen hilft zu unterscheiden, ob ein veränderter Hämatokrit mit einer veränderten Zellzahl zusammenhängt.

Thrombozyten

Bei anhaltend hohem Hämatokrit können die Thrombozyten (Blutplättchen) bei der Abklärung einer möglichen Störung der Blutbildung mit beurteilt werden.

Benachbarte Werte

Häufige Fragen

Was bedeutet ein Hämatokrit-Wert von 67,3 %?

Werte in diesem Bereich liegen jenseits der Grenzen, ab denen Labore die behandelnde Praxis sofort benachrichtigen. Erst eine rasche ärztliche Abklärung zeigt, ob ein Messfehler, eine bereits bekannte und behandelte Erkrankung oder eine neue, dringend behandlungsbedürftige Störung dahintersteckt. Üblicher Referenzbereich: Frauen 36–48 %, Männer 40–53 %.

Wie weit liegt 67,3 % vom üblichen Bereich entfernt?

Für Frauen: +19,3 % über der Obergrenze (40 %). Für Männer: +14,3 % über der Obergrenze (27 %). Wie bedeutsam eine Abweichung ist, hängt weniger von der Zahl allein ab als von Beschwerden, weiteren Laborwerten und dem Verlauf.

Wann sollte ich mit 67,3 % ärztlichen Rat suchen?

Noch heute, auch ohne Beschwerden: in Ihrer Praxis oder über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117. Bei Brustschmerz, plötzlicher Atemnot, Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen wählen Sie den Notruf 112.

Wie viel sind 67,3 % in Anteil (l/l)?

67,3 % entsprechen etwa 0,67 Anteil (l/l). Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Wert und Referenzbereich auf Ihrem Befund dieselbe Einheit haben.

Muss ich für die Hämatokrit-Bestimmung nüchtern sein?

In der Regel ist Nüchternheit nicht erforderlich. Flüssigkeitsverluste oder Infusionen können den Wert beeinflussen. Folgen Sie besonderen Anweisungen Ihrer Arztpraxis oder des Labors.

Warum unterscheiden sich die Hämatokrit-Referenzbereiche?

Referenzbereiche hängen unter anderem von Laborverfahren, Geschlecht und Alter ab. Deshalb ist der Bereich auf Ihrem eigenen Laborbefund maßgeblich. Eine Abweichung sollte zusammen mit den übrigen Blutwerten beurteilt werden.

Welche Blutwerte werden zusammen mit dem Hämatokrit betrachtet?

Häufig werden Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) und die Zahl der roten Blutkörperchen mit beurteilt. Auch deren mittlere Größe und weitere Werte des Blutbilds können bei der Einordnung helfen. Welche Untersuchungen nötig sind, hängt vom Befund und Ihren Beschwerden ab.

Anderen Wert prüfen

Diese Einordnung ist eine schematische Zuordnung nach üblichen Referenzbereichen für Erwachsene und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund. Ein einzelner Wert ist für sich genommen keine Diagnose. Stand: 25.10.2026.