Blutbild · MCV

MCV 116 fl: Was bedeutet der Wert?

über dem Referenzbereich

Ein hohes MCV bedeutet, dass die roten Blutkörperchen im Durchschnitt größer sind als im Referenzbereich. Mögliche Ursachen sind unter anderem ein Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, Alkoholkonsum oder bestimmte Erkrankungen.

Empfehlung: den Wert in den nächsten Tagen bis Wochen ärztlich besprechen.

Ihr Wert auf der Skala

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  • niedrig
  • Referenzbereich
  • erhöht (Ihr Wert)

Auf einen Blick

Ihr Bereich
erhöht über 96 fl
Referenzbereich
80–96 fl
Abstand zum üblichen Bereich
+20 fl über der Obergrenze (21 %)

Was 116 fl bedeuten

Vergrößerte rote Blutkörperchen werden als Makrozytose bezeichnet. Ein hohes MCV allein belegt keine Blutarmut und erlaubt keine sichere Aussage zur Ursache. Die Einordnung richtet sich unter anderem nach Hämoglobin, weiteren Blutbildwerten, Beschwerden und Verlauf.

Üblicher Referenzbereich: 80–96 fl. Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Laborbefund.

Häufige Ursachen

  • Vitamin-B12-Mangel – kann die Bildung roter Blutkörperchen beeinträchtigen.
  • Folsäuremangel – kann ebenfalls zu vergrößerten roten Blutkörperchen führen.
  • Regelmäßiger oder hoher Alkoholkonsum und Lebererkrankungen – können das MCV auch ohne Blutarmut erhöhen.
  • Schilddrüsenunterfunktion – kann eine mögliche Ursache sein.
  • Bestimmte Medikamente oder Behandlungen – können die Blutbildung beeinflussen.
  • Gesteigerte Neubildung roter Blutkörperchen – kann beispielsweise nach einem Blutverlust oder bei verstärktem Abbau roter Blutkörperchen das MCV erhöhen.
  • Seltener Erkrankungen des Knochenmarks – kommen insbesondere bei weiteren auffälligen Blutbildwerten infrage.

Mögliche Beschwerden

  • Eine leichte Abweichung des MCV verursacht meist keine Beschwerden.
  • Bei gleichzeitig bestehender Blutarmut können Müdigkeit, Schwäche oder geringere Belastbarkeit auftreten.
  • Bei einem Vitamin-B12-Mangel können zusätzlich Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Gangunsicherheit vorkommen.

Sinnvolle nächste Schritte

  1. Besprechen Sie einen neu festgestellten oder anhaltend hohen Wert in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, besonders wenn weitere Blutbildwerte auffällig sind.
  2. Je nach Situation können eine Kontrolle und Untersuchungen zur Vitaminversorgung sowie zur Leber- oder Schilddrüsenfunktion sinnvoll sein.
  3. Nennen Sie bei der Besprechung Ihre Medikamente, Vorerkrankungen und Ihren Alkoholkonsum.
  4. Lassen Sie neu auftretende Taubheitsgefühle oder Gangunsicherheit zeitnah ärztlich abklären.
  5. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab und ändern Sie deren Einnahme nicht ohne ärztliche Rücksprache.

Wann ärztlicher Rat? Lassen Sie einen neu festgestellten oder anhaltend hohen Wert in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen ärztlich einordnen; bei neu auftretenden Taubheitsgefühlen oder Gangunsicherheit zeitnah. Bei starker Atemnot, Brustschmerz oder Ohnmacht rufen Sie 112; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten hilft 116117.

Werte kommen selten allein

Ein einzelner Laborwert wird fast nie für sich beurteilt. Diese Werte werden bei einer Abweichung oft mit betrachtet — wenn sie auf Ihrem Befund stehen, können Sie sie hier direkt einordnen:

Hämoglobin

Hämoglobin hilft zu beurteilen, ob neben der veränderten Zellgröße auch eine Blutarmut vorliegt.

Erythrozyten

Die Zahl der roten Blutkörperchen ergänzt die Einordnung der Zellgröße und kann bei der Abklärung bestimmter Blutbildveränderungen helfen.

Hämatokrit

Der Hämatokrit beschreibt den Anteil der roten Blutkörperchen am Blutvolumen und wird zusammen mit MCV und Hämoglobin beurteilt.

Benachbarte Werte

Häufige Fragen

Was bedeutet ein MCV-Wert von 116 fl?

Ein hoher Wert beschreibt größere rote Blutkörperchen und kann verschiedene Ursachen haben, darunter Mangelzustände oder bestimmte Erkrankungen. Ob eine weitere Abklärung nötig ist, hängt vom Gesamtblutbild, möglichen Beschwerden und dem Verlauf ab. Üblicher Referenzbereich: 80–96 fl.

Wie weit liegt 116 fl vom üblichen Bereich entfernt?

+20 fl über der Obergrenze (21 %). Wie bedeutsam eine Abweichung ist, hängt weniger von der Zahl allein ab als von Beschwerden, weiteren Laborwerten und dem Verlauf.

Wann sollte ich mit 116 fl ärztlichen Rat suchen?

Lassen Sie einen neu festgestellten oder anhaltend hohen Wert in den nächsten Tagen bis wenigen Wochen ärztlich einordnen; bei neu auftretenden Taubheitsgefühlen oder Gangunsicherheit zeitnah. Bei starker Atemnot, Brustschmerz oder Ohnmacht rufen Sie 112; bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden außerhalb der Sprechzeiten hilft 116117.

Was sagt der MCV-Wert aus?

Das MCV beschreibt das durchschnittliche Volumen, also die Größe, der roten Blutkörperchen. Es hilft dabei, Veränderungen des Blutbilds einzuordnen, stellt aber allein keine Diagnose.

Kann trotz normalem MCV eine Blutarmut bestehen?

Ja. Eine Blutarmut kann auch bei durchschnittlich großen roten Blutkörperchen vorkommen. Deshalb werden unter anderem Hämoglobin und weitere Blutbildwerte mitbeurteilt.

Muss ich für die Bestimmung des MCV nüchtern sein?

Für ein Blutbild mit MCV ist Nüchternheit üblicherweise nicht erforderlich. Wenn gleichzeitig andere Untersuchungen geplant sind, kann es dafür abweichende Vorgaben geben; richten Sie sich dann nach den Hinweisen der Praxis.

Anderen Wert prüfen

Diese Einordnung ist eine schematische Zuordnung nach üblichen Referenzbereichen für Erwachsene und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Referenzbereiche unterscheiden sich je nach Labor und Messmethode; maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund. Ein einzelner Wert ist für sich genommen keine Diagnose. Stand: 25.10.2026.